Stellen Sie sich vor: Sie wachen am Montagmorgen mit starken Schmerzen auf. Notaufnahme, OP, drei Wochen Reha. Ihre Kunden warten. Ihre Rechnungen müssen rausgehen. Ihre Bank erwartet eine Reaktion.
Für rund 4,2 Millionen Selbstständige in Deutschland ist das eine völlig reale Möglichkeit — die kaum jemand strukturiert vorbereitet. Anders als Angestellte gibt es kein automatisches Krankengeld in den ersten sechs Wochen, keine Personalvertretung, kein Stellvertreterprotokoll.
Drei Felder, die Sie heute klären können
1. Operative Vertretung. Wer kann Ihre Mails lesen? Wer darf Rechnungen rausschicken oder Kunden anrufen? Eine schriftliche Generalvollmacht für einen Kollegen oder Steuerberater ist der erste Schritt.
2. Bankvollmacht. Ohne sie ist Ihre Vertretung handlungsunfähig. Beantragen Sie eine Vollmacht direkt bei der Bank — das geht in 20 Minuten am Schalter.
3. Notfall-Briefing. Ein einzelnes Dokument: Logins zum CRM, Buchhaltung, Mailprovider. Verschlossen, an einem definierten Ort, mit klarer Übergabe-Anweisung.
Diese drei Schritte verhindern nicht den Ausfall — aber sie verhindern, dass aus dem Ausfall ein Bruch wird.